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Call-by-Call-Schlichtungsversuch kommt nicht an

02.03.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Lobby der Telekom-Wettbewerber, organisiert im Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), will den Kompromissvorschlag der Regulierungsbehörde zu den neuen Gebühren für Call-by-Call-Ferngespräche nicht akzeptieren. Die Telekom ist als ehemaliger Monopolist verpflichtet, für konkurrierende Anbieter die Rechnungen für die Gespräche von deren Kunden einzutreiben. Dafür erhielt das Unternehmen bisher 4,5 Prozent vom Umsatz sowie sieben Mark je 1000 Verbindungsdaten. Künftig soll sich der Preis nicht mehr nach dem Umsatz sondern nach den Kosten richten.

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) schlug nun den Tarif von 28 Mark pro 1000 Verbindungsdaten sowie neun Pfennig pro Rechnung vor. Ab März 2003 soll der Preis auf 25 Mark und acht Pfennig sinken. Die Telekom war von rund 47 Mark pro 1000 Daten und 16 Pfennig pro Rechnung ausgegangen. Die Konkurrenten forderten 13 Mark sowie neun Pfennig.

Der Interessenverband befürchtet nun, falls der Kompromissvorschlag der RegTP zum Tragen kommt, eine Verdoppelung der Kosten. Die Firmen müssten nun genau prüfen, ob unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten Call-by-Call für Telefon oder Internet überhaupt noch angeboten werden könnte.