Web

 

Breathe.com geht die Puste aus

18.12.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit Breathe.com hat der viertgrößte britische Internet-Service-Provider Konkurs angemeldet. Dem defizitären Startup gelang es nicht, in einer zweiten Finanzierungsrunde genügend Geldmittel für den Fortbestand der Firma aufzutreiben. Das Hohe Gericht in Manchester berief PricewaterhouseCoopers zum Konkursverwalter. Die Wirtschaftsprüfer wollen zunächst keinen der 140 Mitarbeiter von Breathe.com entlassen und hoffen, das Unternehmen verkaufen zu können.

Breathe.com war erst im April 2000 mit seinem Online-Dienst an den Start gegangen. Mit seinem Dumping-Angebot, wonach Kunden nach einer Einmalzahlung von 82 Euro für unbegrenzte Zeit im Internet surfen konnten, wollte sich die Startup gegen Größen wie Freeserve durchsetzen.

Für die Kapitalgeber Chase Capital Partners und 3i die ist der Konkurs ein herber Schlag. Sie hatten auch der britischen Online-Finanznachrichtenseite TheStreet.co.uk Risikokapital zur Verfügung gestellt, die die US-Mutter inzwischen geschlossen hat (Computerwoche online berichtete).