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Börse reagiert entspannt auf Microsoft-Vor-Urteil

09.11.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Alle, die gestern aufgrund des am vergangenen Wochenende veröffentlichten "Finding of facts" im Kartellprozeß gegen Microsoft (CW Infonet berichtete) einen Börsencrash befürchtet hatten, können erleichtert aufatmen - die harsche Kritik von Richter Jackson schlug kaum auf den Aktienkurs von Microsoft durch. Zwar sackte das Papier der Gates-Company zu Beginn des gestrigen Handels kurzfristig um knapp sieben Punkte ab, zum Fixing aber schloß die Aktie gerade 1,62 Punkte tiefer bei 89,94 Dollar.

Die eigentlichen Auswirkungen des Kartellverfahrens zeigten sich an anderer Stelle: Vor allem die Anbieter alternativer Betriebssysteme konnten deutlich zulegen. Der Kurs des Linux-Distributors Red Hat Software kletterte beispielsweise um 21 Prozent auf 104 Dollar; die Aktie von Be Inc. schnellte gar um 70 Prozent auf 6,5 Dollar. Auch andere Microsoft-Konkurrenten, etwa Apple (96,38 Dollar, +9,31), Sun Microsystems (122 Dollar, +2,31) oder Oracle (59,44 Dollar, +0,75) konnten zulegen.