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Bittere Zeiten: Fujitsu rudert zurück

24.10.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der japanische Elektronikkonzern Fujitsu hat in seinem ersten Geschäftshalbjahr ein dickes Minus erwirtschaftet, die Prognosen für die Zukunft drastisch gesenkt und die Entlassung von weiteren rund 4600 Mitarbeitern angekündigt. Von den anfangs des laufenden Fiskaljahres rund 187.400 Mitarbeitern werden nun insgesamt 21.000 auf die Straße gesetzt.

Von April bis September 2001 nahm Fujitsu umgerechnet 19,4 Milliarden Dollar ein. Das sind 4,1 Prozent weniger als noch im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Nettoverlust betrug im ersten Geschäftshalbjahr 1,42 Milliarden Dollar, lag jedoch unter dem befürchteten Minus von 1,7 Milliarden Dollar. Ein Jahr zuvor war das Ergebnis mit 140 Millionen Dollar noch positiv ausgefallen. Für das Defizit machte der Konzern vor allem die schleppende Nachfrage nach Mobiltelefonen und Computern verantwortlich.

In Anbetracht der schwierigen Marktsituation erwartet Fujitsu für das gesamte Geschäftsjahr, das im März 2002 endet, nun einen Nettoverlust von 2,53 Milliarden Dollar. Zuvor war das Unternehmen von einem Minus von 1,79 Milliarden Dollar ausgegangen. Im vergangenen Jahr hatten die Japaner noch einen Nettoprofit von 70 Millionen Dollar eingefahren. Ferner geht Fujitsu nicht mehr von einem operativen Gewinn von 650 Millionen Dollar für das laufende Geschäftsjahr aus, sondern erwartet lediglich einen Breakeven. Die Umsatzprognose wurde von 44,6 auf 42,4 Milliarden Dollar gesenkt.