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Bitkom: ITK-Firmen schafften 75.000 neue Arbeitsplätze

08.06.2001
Nach einem Plus von 75.000 IT-Arbeitsplätzen im vergangenen Jahr geht der Branchenverband Bitkom für 2001 von einem deutlich geringeren Zuwachs von 16.000 neuen Stellen aus. Schuld sei der Mangel an geeigneten Fachkräften.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Unternehmen der Informationstechnik- und der Telekommunikationsbranche (ITK) haben im Jahr 2000 in Deutschland rund 75.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Damit wuchs die Zahl der IT-Stellen um 10,1 Prozent auf 820.000. Diese Zahlen legte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien (Bitkom) in Berlin vor. Für das Jahr 2001 rechnen die Experten mit einem geringeren Wachstum. Die Branche wird im laufenden Jahr voraussichtlich 16.000 zusätzliche Stellen besetzen können. Das entspricht einem Plus von zwei Prozent auf 836.000 Beschäftigte.

Bitkom-Vizepräsident Jörg Menno Harms sieht das wesentliche Hindernis für ein noch stärkeres Wachstum im Mangel an qualifizierten Fachkräften. Harms zufolge sind die Green-Card-Initiative sowie eine gezielte Einwanderungspolitik wichtige Instrumente zur Behebung. "Wir brauchen aber mehr. Ins Zentrum der deutschen Beschäftigungspolitik gehört eine Reform des Bildungswesens", so der Vizepräsident.

Laut der Statistik gab es im Jahr 2000 etwa 490.000 Beschäftigte in der Informationstechnik und 330.000 in der Telekommunikationsbranche. Dabei handelt es sich nicht nur um ITK-Experten, sondern auch um Marketing- und Vertriebsspezialisten sowie sonstige Beschäftigte. Insgesamt entfielen 191.000 Arbeitsplätze auf den Hardwaresektor, also die Herstellung von Geräten und Infrastruktursystemen. 629.000 Beschäftigte (77 Prozent) waren in den Bereichen Software und Dienstleistungen tätig.

Im Telekommunikationsmarkt wuchs die Zahl der Beschäftigten im vergangenen Jahr um ein Prozent. Rund 83.000 waren im Bereich für Endgeräte und Infrastruktursysteme tätig. Etwa 247.000 arbeiteten bei Anbietern von Telekommunikationsdiensten. Für 2001 erwartet der Bundesverband wegen des abflachenden Handy-Booms für den TK-Sektor insgesamt einen leichten Rückgang um ein Prozent auf 326.000 Beschäftigte.