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BITKOM: Der IT-Branche geht es gut

08.01.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Bernhard Rohleder, Vorsitzender des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) fühlt sich angesichts der Börsenbaisse, unter der vor allem der Neue Markt zurzeit leidet, offenbar berufen, die deutschen IT-Unternehmen ins rechte Licht zu rücken. "Der Branche geht es gut", erklärte Rohleder gegenüber dem Saarländischen Rundfunk. Man müsse zwischen den "Verwerfungen an der Börse" und der Lage der Branche unterscheiden, so Rohleder. Seit 1992 seien 200.000 IT-Firmen gegründet worden, davon 2000 Internet-Companies. Die Pleiten ließen sich hingegen an einer Hand abzählen.

Die Situation hierzulande unterscheide sich damit grundlegend von der in den USA, wo im vergangenen Monaten rund 10.000 Mitarbeiter von Internet-Firmen entlassen wurden. Schon seit drei Jahren hätten in den Vereinigten Staaten Investoren allzu oft "auf eine Idee gesetzt, der die Substanz fehlte". Dies sei in Deutschland anders. "Wenn wir eine zweite SAP haben, dann hat sich der Aufwand auch an der Börse gelohnt", glaubt der BITKOM-Vorsitzende. Wo er angesichts etwa des aktuellen Intershop-Debakels diesen Optimismus hernimmt, weiß wohl nur Rohleder selbst.