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Benchmarking-Muffel: Nur Wenige vergleichen

24.10.2006
Qualitäts- und Kosten-Benchmarks von IT-Prozessen sind die Ausnahme, weil Tools und Methoden fehlen.
Nur zwölf Prozent der befragten Unternehmen sind in der Lage, ein umfassendes Benchmarking zu betreiben.
Nur zwölf Prozent der befragten Unternehmen sind in der Lage, ein umfassendes Benchmarking zu betreiben.

Nur wenige Unternehmen sind derzeit in der Lage, ein systematisches Benchmarking der Qualität und Kosten ihrer IT-Prozesse vorzunehmen. Das ist das Ergebnis einer Erhebung unter mehr als 360 Unternehmen, die das Beratungshaus Exagon Consulting betrieben hat. Demnach können lediglich zwölf Prozent der Firmen Qualität und Kosten umfassend vergleichen, ein weiteres Viertel kann entsprechende Benchmarks nur für einzelne IT-Prozesse betreiben. Die Mehrheit von 62 Prozent verzichtet nach eigenen Angaben vollständig darauf.

Grund ist laut Exagon der Mangel an notwendigen Instrumenten. Fast drei Viertel der befragten IT-Manager gaben an, dass sie über keine ausreichenden Methoden und Tools verfügen, um in einem Benchmarking alle IT-Prozesse systematisch unter die Lupe nehmen zu können. 58 Prozent der Unternehmen fehlt es an den erforderlichen Ressourcen, 43 Prozent lassen sich von den damit verbundenen Kosten abschrecken.

Für das Benchmarking fehlt es den Firmen an Tools, Methoden und Ressourcen.
Für das Benchmarking fehlt es den Firmen an Tools, Methoden und Ressourcen.

Andererseits sagt etwas mehr als jeder fünfte befragte ITVerantwortliche aus, dass für ihn die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der IT-Abläufe auch ohne Benchmarking ausreichend transparent sei. "Die Wertschöpfung der Geschäftsabläufe wird heute weitaus stärker von den Ergebnissen der IT-Prozesse in punkto Qualität und Kosten als von den technischen Infrastrukturbedingungen bestimmt", erläuterte Exagon-Geschäftsführer Joachim Fremmer. Deshalb sei es wichtig, durch regelmäßige vergleichende Bewertungen mögliche Schwächen in der Serviceentwicklung und Serviceproduktion zu ermitteln. "Die Optimierungspotenziale lassen sich nur finden, wenn eine objektive Analyse erfolgt." Dies wäre ein erster Schritt in eine Richtung, wonach IT-Prozesse nicht anders wie industrielle Fertigungsprozesse zu managen sind (siehe auch "Beim Outsourcing ist Kontrolle Pflicht"). (jha)