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Bechtle überspringt Milliardenschwelle

30.03.2005

STUTTGART (COMPUTERWOCHE) - Mit einem Umsatz von 1,09 Milliarden Euro hat das Systemhaus Bechtle das Geschäftsjahr 2004 abgeschlossen. Die Einnahmen wuchsen gegenüber dem Vorjahr um 37,4 Prozent. Dies lag vornehmlich an der Akquisitionsstrategie des Unternehmens, das sich 2004 die Firmen ARP Datacon, Also Comsyt, Gate Informatic, ProfiCAD sowie SGB einverleibte. Die ersten drei Anbieter stammen aus der Schweiz, weshalb sich Bechtle dort jetzt als Marktführer unter den Systemhäusern bezeichnet. Laut CEO Ralf Klenk stammen inzwischen ein Viertel der Konzerneinnahmen aus der Schweiz. Ohne die Übernahmen verbesserte sich der Gesamtumsatz von Bechtle um knapp neun Prozent. Zwei Drittel der Einnahmen entfielen auf das Systemhausgeschäft, der Rest wurde im Segment E-Commerce, dem IT-Handel per Internet und Katalog, erwirtschaftet.

Auch beim Ergebnis erreichte Bechtle neue Rekorde. Der Vorsteuergewinn stieg um 41 Prozent auf 38,3 Millionen Euro, die Marge verbesserte sich geringfügig auf 3,5 Prozent. Der Jahresüberschuss kletterte um 61 Prozent auf knapp 30 Millionen Euro. Angesichts der guten Zahlen will Bechtle eine Dividende von 40 Cent je Aktie ausschütten, zehn Cent mehr als 2003. Seit dem Börsengang am Neuen Markt vor genau fünf Jahren hat das Unternehmen in jedem Jahr eine Dividende gezahlt. Die Sonderzahlung für 2004 kostet rund 8,5 Millionen Euro, was angesichts liquider Mittel von zuletzt 65,8 Millionen Euro nicht allzu schwer fällt.

Ein Grund für das starke Abschneiden im Geschäftsjahr 2004 war laut Firmenchef Klenk der Monat Dezember, dessen Umsatz rund doppelt so hoch ausgefallen ist wie in einem durchschnittlichen Monat. Demgegenüber wird das laufende erste Quartal "schwach" verlaufen, so Klenk, ohne genaue Zahlen zu nennen. Dennoch hielt der Manager an der Prognose fest, 2005 den Umsatz um 15 Prozent auf rund 1,25 Milliarden Euro zu steigern. Das Vorsteuerergebnis wird Klenk zufolge um neun Prozent auf 42 Millionen Euro wachsen. (ajf)