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Banken retten koreanische Hynix erneut

02.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Zum dritten Mal binnen zwei Jahren haben die Gläubigerbanken den südkoreanischen Speicherchip-Hersteller Hynix Semiconductor vor einer drohenden Schließung bewahrt. Kredite mit einem Volumen von umgerechnet rund 1,5 Milliarden Euro wurden in Eigenkapital umgewandelt, weitere Kreditlinien über zusammen rund drei Milliarden Euro bis zum Jahr 2006 verlängert. Die nächste Hauptversammlung von Hynix soll zudem einen Reverse Stock Split im Verhältnis 21 zu eins absegnen.

Analysten kritisierten dass von Beratern der Deutschen Bank entworfene Rettungspaket, weil Hynix kein frisches Kapital zufließt. Dieses würde der Hersteller dringend benötigen, um seine veralteten Produktionsanlagen zu erneuern. Das Überangebot am Markt für Speicherchips dürfte durch die Rettung trotzdem auf absehbare Zeit bestehen bleiben - zum Wohle der Verbraucher, aber zu Lasten der Konkurrenz, die weiterhin zu Dumping-Preisen verkaufen muss. (tc)