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Aus und vorbei: Linux-Spielekonsole "L600"

12.04.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die kalifornische Start-up-Company Indrema hat ihre Geschäfte eingestellt. Das bedeutet auch das Aus für die auf Linux basierende Spielekonsole "L600". Das Produkt sollte ursprünglich im zweiten Quartal 2001 zu einem Preis von rund 300 Dollar auf den Markt kommen.

Das Unternehmen, das zuletzt weniger als 50 Mitarbeiter beschäftigte, musste in der vergangenen Woche die meisten davon entlassen. Indrema zufolge sind die finanziellen Mittel der Firma erschöpft. Gespräche mit Investoren seien erfolglos verlaufen.

Nach Meinungen von Analysten war es von Anfang an fraglich, ob sich das US-Unternehmen mit der Open-Source-Philosophie gegen etablierte Unterhaltungselektronikkonzerne wie Sony oder Nintendo behaupten kann (Computerwoche online berichtete). Indremas Vision, dass unabhängige Entwickler die Zukunft des interaktiven Entertainments in die Hand nehmen, ist in weite Ferne gerückt. "The dream lives on …", so die Nachricht auf der Indrema-Homepage.