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Auch IBM bedient den Mittelstand mit Speichersystemen

03.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM bringt mit "N3700" die erste Speicherlösung auf den Markt, die dem Kooperations- und Vertriebsvertrag mit Network Appliance (Netapp) entspringt. IBMs neuer NAS-Speicher entspricht dem "FAS270"-System von Netapp. Er unterstützt den Datentransfer sowohl auf File- als auch Blockebene und transferiert über das iSCSI-Protokoll. Der Speicher lässt sich mit bis zu 14 Laufwerken bestücken und akzeptiert solche mit 72, 144 und 300 GB. Die maximale Ausbaustufe liegt bei 16 TB. N3700 ist für Firmen mit weniger als 1000 Mitarbeitern gedacht, wird in größeren Unternehmen aber auch für Zweigstellen empfohlen. Wichtig für ein eventuelles Desaster Recovery ist, dass die Daten nicht nur lokal vorgehalten, sondern auch auf einem entfernt aufgestellten Speicher gespiegelt werden können. In den USA liegt der Preis für das Gerät mit etwa einem TB Speicherkapazität bei 50.000 Dollar.

Tony Prigmore, Analyst der Enterprise Storage Group, bezeichnet die schnelle Umsetzung des Vertriebsabkommens mit Netapp als Schachzug, "damit Dell und EMC keinen Fuß in die iSCSI-Arena bekommen". Netapp sei die klare Nummer eins im iSCSI-Markt, und IBM verfüge schon immer über gute Handelskanäle im SMB-Geschäft (Small and Medium Business). Dem Markt für mittelgroße Speicher mit iSCSI-Anschluss wird generell ein großes Wachstumspotenzial prognostiziert, der laut IDC bis 2009 jährlich um mehr als 100 Prozent wachsen wird.

Da auch kleinere Firmen mit starkem Datenwachstum kämpfen und sich andererseits an die diversen gesetzlichen Regelungen etwa zur revisionssicheren Speicherung halten müssen, bringt IBM das Subsystem "DR550 Express" auf den Markt. Der Speicher, der das hauseigene Programm "Tivoli Storage Manager" nutzt, verfügt über WORM-Funktionalität (Write Once, Read Many) und speichert somit revisionssicher. Das Fassungsvermögen von DR550 Express skaliert von 1 TB bis 56 TB. Der Speicher lässt sich in 1-TB-Schritten erweitern und kostet mit 1 TB Kapazität in den USA 45.000 Dollar.

Zusätzlich wurde das "SAN Starter Kit" angekündigt. Es besteht aus einem "DS400"-Subsystem mit Fibre-Channel-(FC-)Anschluss und bis zu 12 TB Kapazität. Mit im Paket ist ein FC-Switch mit zehn Ports sowie eine Installationshilfe, mit der die Anwender ihre Speicherlösung Schritt für Schritt selbst installieren sollen. In den USA ist das Kit mit einer Kapazität von einem halben TB für rund 16.000 Dollar zu haben. (kk)