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AT&T Wireless bestätigt Verkaufspläne

23.01.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach knapp zwei Wochen anhaltender Spekulationen und Gerüchte hat AT&T Wireless nun bekannt gegeben, dass es "strategische Alternativen" in Betracht ziehe. Gegenüber Analysten bestätigte CEO John Zeglis, eine Reihe von Unternehmen habe ihr Interesse an dem drittgrößten US-Mobilfunkanbieter bekundet. Die Company stehe jedoch nicht unter Zeitdruck und werde die Angebote in Ruhe prüfen, bevor sie eine Entscheidung treffe. Weitere Details wurden nicht genannt.

Presseberichten zufolge haben Konkurrent Cingular Wireless und die japanische NTT DoCoMo AT&T Wireless bereits ein konkretes Kaufangebot unterbreitet. Daneben sollen auch Nextel und die britische Vodafone Avancen gemacht haben (Computerwoche online berichtete).

Nach den schwachen Ergebnissen von AT&T Wireless im Schlussquartal 2003 dürfte zumindest Cingular Wireless, das angeblich bis zu elf Dollar je Aktie zahlen will, sein Angebot überdenken: Die ehemalige AT&T-Tochter verbuchte gegenüber dem Vorjahresquartal lediglich einen Umsatzzuwachs um 4,1 Prozent auf 4,21 Milliarden Dollar. Der Nettoverlust ging von 131 Millionen auf 84 Millionen Dollar oder drei (fünf) Cent pro Aktie zurück. Laut Umfrage von Thomson First Call hatten die Analysten im Schnitt mit einem ausgeglichenen Ergebnis je Aktie gerechnet. AT&T Wireless begründete das schlechte Abschneiden mit unerwarteten Problemen im Berichtszeitraum, darunter Zusatzkosten für die Mitnahme der Rufnummer beim Anbieterwechsel. (mb)