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Asien überholt Europa in Sachen E-Commerce

24.08.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Asien wird Europa im elektronischen Handel innerhalb der nächsten vier Jahre den Rang ablaufen. Dieser Ansicht ist Steve Burdon, Gastprofessor für E-Commerce an der University of Technology von Sydney. Die aufstrebende Region könnte sogar zu einer ernsthaften Herausforderung für die USA werden, dem bislang größten Markt für derartige Geschäfte, so Burdon weiter. Seiner Einschätzung nach werden Australien, Neuseeland, Singapur und Korea in den kommenden Jahren höhere Zuwachsraten in diesem Marktsegment einfahren als europäische Staaten. 2004 seien dann sechs der sieben Länder mit den weltweit höchsten E-Commerce-Aktivitäten in der asiatisch-pazifischen Region zu finden. Kontinentale Drehscheibe für den virtuellen Handel könnte Singapur werden. Der südostasiatische Stadtstaat zähle schon jetzt mit seinen jährlichen Hightech-Ausfuhren in Höhe von 65 Milliarden Dollar zu den

führenden Nationen in der IT-Industrie. Auch Indien und China könnten sich zu ähnlich marktbeherrschenden Boomregionen entwickeln. Die Erkenntnisse von Professor Burdon werden in kompletter Form im Oktober dieses Jahres auf dem World E-Commerce Forum in London präsentiert.