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Arcor meldet deutliches Umsatz- und Kundenwachstum

24.11.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Arcor AG & Co. konnte in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres 2003/2004 ihre Position als zweitgrößter Anbieter im hiesigen Festnetzgeschäft weiter festigen: Wie das Unternehmen aus Eschborn bekannt gab, stiegen die Einnahmen in den Monaten April bis September gegenüber dem Vorjahreszeitraum um zwölf Prozent von 591 Millionen auf 665 Millionen Euro. Dabei erwiesen sich besonders die ISDN- und DSL-Anschlüsse als Wachstumstreiber, so Vorstandsvorsitzender Harald Stöber: Die Zahl der DSL-Kunden erhöhte sich im Jahresvergleich um 343 Prozent auf 111.000. Bei den ISDN-Anschlüssen verzeichnete die Festnetztochter der britischen Vodafone einen Zuwachs um 123 Prozent auf 284.000.

Auch aus der Öffnung des Ortsnetzes für Telekom-Wettbewerber konnte Arcor Kapital schlagen: „Preselection erlebt durch die Ausweitung aufs Ortsnetz einen zweiten Frühling. Das Kundeninteresse an diesem Produkt hat noch einmal deutlich angezogen", berichtet Stöber. Laut Firmenangaben führt inzwischen rund ein Viertel der 2,6 Millionen Arcor-Preselection-Kunden neben den Fern- auch die Ortsgespräche über das Arcor-Netz.

Der Telekom-Rivale ist zuversichtlich, seinen Anteil im Festnetzmarkt in diesem Jahr von 4,9 Prozent auf 5,4 Prozent auszuweiten. Das Unternehmen wachse damit stärker als der Gesamtmarkt, der 2003 von 25,3 Milliarden auf 26,5 Milliarden Euro zulegen werde, so der Arcor-Chef. Vom ehemaligen Staatsmonopolisten Deutsche Telekom, der mit zirka 40 Millionen Kunden 75 Prozent des Festnetzmarktes kontrolliert, ist Arcor jedoch noch Lichtjahre entfernt.

Um dem übermächtigen Rivalen zumindest auf den Fersen zu bleiben, plant Arcor ab Dezember die Einführung eines ähnlichen Bündelangebots wie dem "XXL"-Tarif der Deutschen Telekom. Dabei können Arcor-Kunden gegen Aufpreis am Wochenende und Feiertagen kostenlos telefonieren und - im Gegensatz zu XXL - auch für umsonst im Internet surfen. (mb)