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Apple: Schon eine Million Nutzer auf Safari

21.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Apple teilt mit, dass sein am 7. Januar als öffentliche Betaversion vorgestellter neuer Browser "Safari" bereits mehr als eine Million mal von den Servern des Unternehmens heruntergeladen wurde. "Safari ist ein Home Run", erklärte CEO (Chief Executive Officer) und Firmengründer Steve Jobs. "Die Mac-Nutzer haben festgestellt, dass die Safari-Betaversion bereits jetzt der schnellste Browser auf dem Mac und wahrscheinlich der beste Broser der Welt ist."

Naja, hier übertreibt der gute Steve ein wenig. Dass Safari der schnellste Browser unter Mac OS X ist, stimmt zwar (ist aber angesichts der bisherigen Konkurrenz keine Kunst). Allerdings zeigt das auf KHTML, der Rendering-Engine des KDE-Browsers "Konqueror", basierende Apple-Programm insbesondere bei komplexen Cascading Style Sheets (CSS) noch deutliche Schwächen. Auch die Cookie-Verwaltung hat vor allem mit verschiedenen deutschen Sites - etwa Ebay.de - etliche Tücken. Was man einer Public Beta natürlich noch nachsehen kann, wenn die Probleme bis zur fertigen Version, die irgendwann im Laufe des Jahres erscheinen soll, behoben werden.

Viele kleinere Mac-Browser wie "Omniweb", "Opera", "iCab" und möglicherweise auch der Mozilla-basierende "Chimera" dürften Apples Open-Source-basierender Eigenentwicklung in jedem Fall zum Opfer fallen. Gleiches droht auch Mozilla/Netscape und Microsofts "Internet Explorer", wenn deren Entwickler nicht geschwindigkeitsmäßig merklich aufschließen. Safari ist als Download kleiner als 3 MB und belegt nur 7 MB Plattenplatz. Er ist optimiert für das aktuelle Mac OS X 10.2.3. (tc)