Auto-OS

Apple holt sich Spezialisten von Blackberry-Tochter QNX

27.10.2016
Apple baut für die Entwicklung einer Plattform für autonome Fahrzeuge auf Know-how von QNX: Der Konzern aus Cupertino soll zahlreiche Experten von der Blackberry-Tochter abgeworben haben, deren Software in über 60 Millionen Autos läuft.

Apple hat für die Entwicklung eines eigenen Betriebssystems für Autos mehrere Mitarbeiter von der Blackberry-Tochterfirma QNX abgeworben. Rund zwei Dutzend ehemalige QNX-Angestellte seien mittlerweile für Apples Auto-Projekt Titan tätig, berichtet der Wirtschaftsdienst Bloomberg unter Berufung auf mit den Apple-Plänen vertraute Personen. Darunter seien prominente Mitarbeiter wie der ehemalige CEO Dan Dodge oder der Senior Engineer Derrick Keefe. Das von Apple nie bestätigte Projekt Titan entwickelt neben einem Auto-Betriebssystem, darauf basierende Software-Lösungen für autonomes Fahren, neuartige Geräte wie ein Head-up-Display mit Sprachsteuerung über Siri sowie eine Simulatorplattform zum Testen von autonomen Fahrfunktionen.

Apple baut für die Entwicklung einer Plattform für autonome Fahrzeuge auf Know-how von QNX.
Apple baut für die Entwicklung einer Plattform für autonome Fahrzeuge auf Know-how von QNX.
Foto: Andrey Bayda - shutterstock.com

Bob Mansfield, der dem Bericht zufolge seit April dieses Jahres das Auto-Projekt von Apple leitet, soll den Entwicklern bis zum Herbst nächsten Jahres Zeit gegeben haben, eine funktionierende Lösung für autonom fahrende Autos vorzulegen. Erst dann werde er über weitere Schritte entscheiden, berichten Insider. Apple hat den Bericht gegenüber Bloomberg nicht kommentiert.

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Praxis, Ratgeber und Tipps

QNX-Software kommt beispielsweise in Flugsicherungssystemen und Medizintechnik zum Einsatz und dank integrierter Multimedia-Features auch in anderen Geräten wie Autoradios und Infotainmentsystemen. Apple arbeitet bereits für CarPlay mit der Blackberry-Tochterfirma zusammen. Was für den Konzern aus Cupertino ungewöhnlich ist: Laut Bloomberg arbeiten die von QNX abgeworbenen Mitarbeiter für das Titan-Projekt in Kanada, nur fünf Gehminuten von ihrer ehemaligen Arbeitsstätte entfernt.

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