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Apple bringt Xserve-Update und RAID-Array

10.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit der heutigen Ankündigung eines verbesserten "Xserve"-Rackservers samt passendem RAID-Plattensystem hat Apple innerhalb eines Monats seine komplette Rechnerpalette auf den neuesten Stand gebracht (vielleicht gibt es ja demnächst auch noch einen neuen "iPod"). Der 1U hohe Server im gebürsteten Metallkleid enthält nun zwei 1,33 Gigahertz schnelle PowerPC-G4-Prozessoren mit bis zu 2 MB L3-Cache pro CPU, maximal 2 GB 333 Megahertz schnellen DDR-Hauptspeicher (Double Data Rate) und bis zu 720 GB interne Festplattenkapazität.

Zwölf Xserve und vier Xserve RAID in einem 19-Zoll-Schrank.Foto: Apple
Zwölf Xserve und vier Xserve RAID in einem 19-Zoll-Schrank.Foto: Apple

Der Systembus des Apple-Servers taktet mit 167 Megahertz. Für Erweiterungen stehen zwei PCI-Slots mit 64 Bit und 66 Megahertz sowie ein PCI-AGP-Steckplatz zur Verfügung. Für weitere Connectivity sorgen zwei Gigabit-Ethernet-Netzadapter und ein Firewire-800-Anschluss. Das Unix-basierende Betriebssystem Mac OS X Server mit unlimitierter Benutzerlizenz gehört zum Lieferumfang. Der Einstiegspreis beträgt 3594,84 Euro. Nach Angaben von Apples Marketing-Chef Phil Schiller haben bereits mehr als ein Fünftel aller Fortune-500-Unternehmen den Xserve im Einsatz.

In einen der PCI-Slots des Xserve passt eine neue Zweikanal-2GB-Fibrechannel-Karte für 636,84 Euro. Darüber lässt sich mit einem Datendurchsatz von bis zu 400 MB/s wahlweise über Kupfer- oder optische Kabel (Kupfer wird mitgeliefert) das neue Speichersubsystem "Xserve RAID" anschließen. Dieses belegt drei Höheneinheiten im Rack und fasst bis zu 2,5 Terabyte Plattenkapazität. Es enthält zwei unabhängige RAID-Controller mit maximal 1 GB vorgeschaltetem Cache und 14 unabhängige ATA/100-Laufwerkskanäle. Damit erreicht Xserver RAID bei Level-5-Konfiguration als erstes RAID-Array überhaupt den für HD-1080i-Videobearbeitung in Echtzeit nötigen Durchsatz. Auch die Netzteile und Lüfter sind redundant ausgelegt und lassen sich im laufenden Betrieb austauschen.

Die mitgelieferte RAID Admin Software ist in Java geschrieben. Sie informiert laut Apple ausführlich über das System und verschickt bei Problemen automatisch eine E-Mail-Nachricht. Mehrere Xserve-RAID-Systeme lassen sich von der Konsole aus passwortgeschützt über ein internes TCP/IP-Netz oder das Internet einrichten und verwalten. Die Software unterstützt auch die neue Apple-Technik "Rendezvous" alias Zeroconfig zur automatischen Erkennung der Geräte. Das Xserve RAID soll ab März im Fachhandel sowie online erhältlich sein. Für 7770,84 Euro gibt es eine Einstiegskonfiguration mit vier 180-GB-Plattenmodulen und 8MB Laufwerks-Cache. Wer 14.150,84 Euro investiert, erhält die Topausstattung mit 14 Drive Modules oder insgesamt 2520 GB Kapazität bei RAID 0. (tc)