Excel 2016

Anzahl der Arbeitstage in Excel berechnen

Thomas Rieske arbeitet seit Oktober 2002 als freiberuflicher IT-Fachjournalist und Autor. Zu den Themenschwerpunkten des Diplom-Übersetzers zählen unter anderem Computersicherheit, Office-Anwendungen und Telekommunikation.
Gerade bei umfangreichen Projekten etwa ist es hilfreich, vorab einzuschätzen, wie viele Tage nach Abzug von Wochenenden und Feiertagen zur Verfügung stehen. Wer sich einen Überblick verschaffen will, kann dazu zwei Excel-Funktionen nutzen, die sich in der Flexibilität unterscheiden.

Berechnung mit der Funktion Nettoarbeitstage

Die erste integrierte Funktion nennt sich Nettoarbeitstage und folgt dieser allgemeinen Syntax:

=NETTOARBEITSTAGE(Anfangsdatum;Enddatum;Freie_Tage)

Anhand der ersten beiden obligatorischen Angaben rechnet Excel alle Werktage in diesem Zeitraum aus. Zu beachten ist, dass Sie das jeweilige Datum nicht als reinen Text eintragen. Das führt in der Regel zu Problemen, und Excel gibt eine Fehlermeldung aus. Verwenden Sie stattdessen die Datum-Funktion oder das Ergebnis anderer Berechnungen. Reibungslos funktioniert das Ganze auch, wenn Sie das Datum in eine andere Zelle schreiben und von dort übernehmen.

Die folgende Formel liefert die Anzahl der Arbeitstage im Mai 2018:

=NETTOARBEITSTAGE(DATUM(2018;5;1);DATUM(2018;5;31))

Das Anfangs- und das Enddatum ist hier mithilfe der Datum-Funktion angegeben. Denken Sie daran, dass erst das Jahr, dann der Monat und zum Schluss der Tag steht. Das zurückgelieferte Ergebnis lautet 23. Ein rascher Blick in den Kalender zeigt, dass die Tabellenkalkulation offenbar nur die Wochenenden abzieht, nicht aber die vielen Feiertage im Mai.

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Zu diesem Zweck dient der letzte Parameter. Er ist optional und kann eine oder mehrere Datumsangaben für alle Arten von arbeitsfreien Tagen enthalten -zum Beispiel bundeseinheitliche oder regionale Feiertage. Der besseren Übersicht halber empfiehlt es sich, diese von Excel standardmäßig nicht berücksichtigten Tage, die zudem von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein können, in einem separaten Tabellenblatt unterzubringen.

Wenn Sie das separate Tabellenblatt beispielsweise Feiertage nennen und die dazugehörigen Datumsangaben in den Zellen A2 bis A5 stehen, sieht die Formel so aus:

=NETTOARBEITSTAGE(DATUM(2018;5;1);DATUM(2018;5;31);Feiertage!A2:A5)

Statt der 23 Tage aus dem ersten Beispiel ändert sich nun das zurückgelieferte Ergebnis in 19 Tage.

Berechnung mit der Funktion Nettoarbeitstage.intl

Noch etwas flexibler fahren Sie mit der verwandten Funktion Nettoarbeitstage.intl:

NETTOARBEITSTAGE.INTL(Ausgangsdatum;Enddatum;Wochenende;Freie_Tage)

Diese Formel verfügt über den zusätzlichen optionalen Parameter Wochenende. Mit dessen Hilfe lässt sich festlegen, welche und wie viele Tage auf Wochenenden fallen. Es kann sich hierbei um eine Wochenendnummer oder eine Zeichenfolge handeln.

Eine Wochenendnummer kann einen Wert zwischen 1 und 17 annehmen, mit Ausnahme der Werte von 8 - 10, die Microsoft nicht definiert hat. Der Default 1 bezeichnet Samstag und Sonntag, 2 steht für Sonntag und Montag. Dieses Muster wiederholt sich bis zur 7, die Freitag und Samstag definiert. Ab dem Wert 11 legen Sie nur einen Tag fest, beginnend mit Sonntag. Eine Übersicht finden Sie auf dieser Microsoft-Seite.

Eine Zeichenfolge hingegen besteht aus sieben Zeichen. Jedes dieser Zeichen repräsentiert einen Wochentag, beginnend mit Montag. 1 bezeichnet einen arbeitsfreien Tag, 0 einen Arbeitstag.

Mit den folgenden Werten berechnen Sie die Arbeitstage im Mai 2018, legen dabei jedoch Montag und Dienstag als Wochenende fest:

NETTOARBEITSTAGE.INTL(DATUM(2018;5;1);DATUM(2018;5;31);"1100000")

Achten Sie darauf, die Zeichenfolge in Anführungszeichen einzuschließen. (hal)