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Analysten sorgen sich um Sun

22.02.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Aktie von Sun Microsystems befindet sich zurzeit im freien Fall. Gestern musste das Papier erneut einen Abschlag von fast zwölf Prozent auf ein Jahrestief von 19,63 Dollar hinnehmen. Es entfernt sich immer weiter von seinem 52-Wochen-Hoch von 64,65 Dollar Anfang September vergangenen Jahres.

Grund für den gestrigen Absturz war eine Abwertung des Unternehmens durch die einflussreiche Investmentbank Merill Lynch. Deren Analyst Tom Kraemer schrieb in einer Research Note, Suns Channel-Bestände seien auf dem höchsten Stand seit drei Jahren. Noch dazu gebe es jede Menge günstiges Sun-Equipment aus der Konkursmasse bankrotter Dotcoms, und die meisten Unternehmen hätten sich ohnehin bereits aggressiv mit ausreichender CPU-Kapazität ausgestattet. Schrieb´s und setzte seine Bewertung des Unternehmens von "Accumulate" auf "Neutral" herab.

Am Donnerstagnachmittag (US-Zeit) veranstaltet Sun seine routinemäßige Telefonkonferenz zur Quartalsmitte. Beobachter rechnen damit, dass diesmal eine Gewinnwarnung ausgesprochen wird. CEO Scott McNealy ist nämlich höchstpersönlich dabei, außerdem wurde der Termin für die Runde nach Börsenschluss angesetzt.