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Analysten rätseln über IBM-Ergebnisse

11.10.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Fünf Tage vor der Bekanntgabe spekulieren Analysten und Investoren über die Quartalsergebnisse von IBM. Zentrale Frage ist, inwieweit Big Blue die Folgen des weltweiten Rückgangs der IT-Ausgaben nach den US-Terroranschlägen zu spüren bekommt. Als einer der wenigen Hardwarehersteller hat IBM für das dritte Quartal keine Gewinnwarnung herausgeben. Die Konkurrenz, darunter EMC und Sun, erklärte dagegen in den letzten zwei Wochen, infolge der gesunkenen Nachfrage seien die Verkaufszahlen zurückgegangen. Laut Analysten war IBM von der Katastrophe weniger stark betroffen. Grund sei der relativ stabile Einnahmestrom in den Bereichen Service und Software. Probleme könnte dem Konzern aus Armonk, New York, allerdings die schwache Chip-Nachfrage bereiten. Finanzchef John Joyce warnte bereits auf

einer Pressekonferenz im Juli, dass die Umsätze im Bereich Mikroelektronik gegenüber dem zweiten Quartal um zehn bis 20 Prozent zurückgehen würden.

Im Schnitt rechnet die Wallstreet damit, dass IBM für die Monate Juli, August und September einen Profit von 90 Cent pro Aktie ausweisen wird. Das entspräche einem Gewinnrückgang von 17 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal und 35 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Einnahmen sollen etwa 20,7 Milliarden Dollar betragen. Im vierten Quartal geht es nach Meinung der Analysten wieder etwas aufwärts: Sie rechnen damit, dass IBM einen Gewinn von 1,35 Dollar je Aktie bei Umsätzen in Höhe von fast 24,4 Milliarden Dollar verbuchen wird. Für das kommende Geschäftsjahr prognostiziert die Wallstreet einen Profit von fünf Dollar pro Anteilschein.