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AMDs Opteron wird es nicht zum Kampfpreis geben

08.08.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Advanced Micro Devices (AMD) hat angekündigt, die Preisgestaltung seiner Workstation- und Server-Chips der "Opteron"-Familie an Intels "Xeon"-Prozessoren anzulehnen. In der Vergangenheit hatte der Hersteller den großen Konkurrenten bei leistungsmäßig vergleichbaren Chips im Schnitt meist um rund 25 Prozent unterboten und damit häufig unterm Strich rote Zahlen eingefahren. "Wir werden anfangen, für die Technolgie zu kassieren", erklärte Marty Seyer, Vice President und General Manager der Prozessorabteilung, gegenüber "Computerwire". "Wir werden den Xeon nicht unterbieten".

Bislang war Intels-Xeon-Linie keinem echten Wettbewerb duch AMD ausgesetzt, dass in der Vergangenheit ausschließlich auf Desktop- und Notebook-PCs fokussiert war. Mit dem Opteron zielt AMD erstmals auch auf Workstations und Multiprozessor-Server. Anders als der Xeon verfügt der unter dem Codenamen "Hammer" entwickelte Chip außerdem über eine hybride 32/64-Bit-Architektur.

Wenn die Opteron-Preise wirklich an die des Xeon angeglichen werden, dann dürften sie deutlich steigen. Die Uniprozessor-Linie der 100er-Serie ist gegenwärtig für 229 bis 438 Dollar zu haben, Intel nimmt für seinen Xeon hier 198 bis 690 Dollar. Die Multiprocessor-Xeons beginnen bei 1177 Dollar und enden bei 3692 Dollar, wohingegen AMD für seine Zwei-Wege-Opteron bisher 256 bis 794 Dollar und für die 800er-Serie 749 bis 2149 Dollar verlangt. Strittig dürfte allerdings im Einzelfall sein, wie sich welcher Chip aus AMDs Portfolio mit welchem aus dem Angebot des Konkurrenten in Sachen Preis-Leistungsverhältnis vergleichen lässt. (tc)