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Alcatel entlässt und rechnet für 2002 mit Profit

30.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der französische TK-Ausrüster Alcatel wird 320 seiner 6500 Mitarbeiter in Belgien entlassen. Betroffen sind vor allem Angestellte im Bereich Bauteile für Festnetztelefonie der Tochtergesellschaft Alcatel Bell. Als Grund nannte die Firma die schwache Nachfrage nach den Produkten. Alcatel hatte bereits im Oktober dieses Jahres 400 Stellen in Belgien abgebaut. Die jüngsten Entlassungen sind Teil der angekündigten Restrukturierungsmaßnahmen. Weltweit streicht der Konzern 33.000 Jobs, um Kosten zu sparen. Das entspricht etwa einem Drittel der gesamten Belegschaft.

Wie Alcatel weiter mitteilte, rechnet der Konzern für 2002 selbst im Fall eines Umsatzeinbruchs von bis zu 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit einem operativen Gewinn. Bisher ging das Unternehmen davon aus, bei den diesjährigen Einnahmen in Höhe von 6,3 Milliarden Euro pro Quartal die Gewinnschwelle zu erreichen. Nach Angaben von Alcatel-CEO Serge Tchuruk arbeitet die Firma daran, auch bei einem Umsatz von weniger als fünf Milliarden Euro den Breakeven zu erreichen. Für das laufende Jahr erwartet Alcatel früheren Angaben zufolge einen Nettoverlust von rund fünf Milliarden Euro und einen operativen Verlust von rund 100 bis 200 Millionen Euro. Im dritten Quartal erwirtschaftete Alcatel einen Umsatz von 5,6 Milliarden Euro. Das sind rund 29 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das Nettoergebnis sank von plus 297 auf minus 558 Millionen Euro (Computerwoche online berichtete).