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Aktionäre bringen Ericsson Geld

09.09.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der angeschlagene schwedische TK-Konzern Ericsson erfährt einen warmen Geldsegen. Wie Ericsson-CEO Kurt Hellström im schwedischen Fernsehen mitteilte, ist die jüngste Kapitalerhöhung erfolgreich verlaufen. Demnach haben 99,5 Prozent der Aktionäre von ihrem Bezugsrecht für neue Papiere im Verhältnis eins zu eins Gebrauch gemacht. Damit werden dem Konzern 3,23 Milliarden Euro in die Kassen gespült.

Hellström will das Geld nun zum Abbau der Schulden sowie zur Finanzierung seines Restrukturierungsprogrammes verwenden, in dessen Rahmen die Belegschaft bis 2003 auf unter 60.000 Beschäftigte reduziert werden soll. Im Jahr 2001 hatte der Konzern weltweit noch 107.000 Angestellte in Lohn und Brot. Der CEO gab bei seinem Auftritt im Sender SVT2 darüber hinaus Durchhalteparolen aus. Es gebe einen schier unbegrenzten Bedarf an Equipment, weshalb das Wachstum zurückkehren werde. Schuld an der Misere sei, dass die Netzbetreiber derzeit kaum investieren und warten bis die alten Netze abgeschrieben seien. (pg)