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Adelphia-Skandal: US-Börsenaufsicht ermittelt auch gegen Motorola

12.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Im Bilanzskandal um den insolventen US-Kabelnetzbetreiber Adelphia ermittelt die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) nun auch gegen Motorola und den Elektronikhersteller Scientific-Atlanta. Dabei geht es um die Frage, ob die beiden Hersteller wussten oder wissen mussten, dass Adelphia bestimmte Zahlungen für Bilanzfälschungen missbrauchte.

Mehrere Adelphia-Manager um den Firmenchef John Rigas waren im Juli wegen Bilanzbetrugs verhaftet worden. Die SEC untersucht derzeit Zahlungen von Motorola und Scientific-Atlanta, die im Rahmen des Verkaufs von Settop-Boxen an Adelphia geflossen sind. Damit, so der Vorwurf, habe der Kabelnetzbetreiber sein Geschäftsergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) um rund 95 Millionen künstlich aufblähen können.

Sowohl Motorola als auch Scientific-Atlanta bestreiten die Vorwürfe. Die Zahlungen seien ordnungsgemäß verbucht worden. (wh)