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ABN Amro will dicken Auftrag an EDS vergeben

20.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Einen satten Outsourcing-Deal hat EDS so gut wie an Land gezogen. Die niederländische Bankengruppe ABN Amro will dem Dienstleister die IT für die Dauer von fünf Jahren übergeben und dafür rund 1,5 Milliarden Dollar zahlen; die entsprechenden Verhandlungen stehen kurz vor dem Abschluss. Das Volumen des Vertrags könnte sich in den nächsten Jahren sogar noch verdoppeln. EDS könnte die Einnahmen gut gebrauchen: In den letzten Monaten haben mit Worldcom und US Airways zwei große Kunden des Dienstleisters Konkurs angemeldet. Zudem zog sich das Unternehmen aus dem Bieterverfahren um einen Outsourcing-Auftrag von Procter & Gamble zurück. EDS zufolge hatte der Konsumgüterhersteller unangemessen hohe Forderungen gestellt. Letztlich hatte der US-amerikanische Anbieter ACS den Zuschlag erhalten. Aktuell bewirbt sich EDS gegen die Konkurrenz von IBM um einen Großauftrag der in

New York ansässigen Bank J.P. Morgan Chase & Co. Er soll zwischen acht und zehn Milliarden Dollar wert sein.

Einen weiteren großen Auftrag heimste der Ingenieurs- und Entwicklerkonzern Science Applications International Corp. (SAIC) aus San Diego, Kalifornien, ein. Der Mineralölkonzern British Petroleum (BP) erweiterte und verlängerte den 1992 abgeschlossen Outsourcing-Vertrag mit SAIC bis zum Jahr 2006 und zahlt dafür rund 750 Millionen Dollar. Der Dienstleister, der mehrheitlich im Besitz seiner rund 40.000 Mitarbeiter ist und seit den 70er Jahren vornehmlich mit Rüstungsaufträgen wuchs, liefert BP Infrastruktur- und Rechenzentrumsdienste sowie Anwendungssupport. (jha)