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ABB vergibt Riesen-Outsourcing an IBM

29.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Schweizer Ingenieurkonzern ABB lagert in den kommenden zehn Jahren rund 90 Prozent seiner Informationssystem-Infrastruktur an IBM aus. Der Vertrag hat einen Wert von rund 1,1 Milliarden Dollar, rund 1200 Mitarbeiter von ABB - das weltweit mehr als 135.000 Menschen in über 100 Ländern beschäftigt - wechseln im Zuge des Outsourcings zu Big Blue.

Dessen Dienstleistungssparte Global Services übernimmt konkret Betrieb und Support der IT-Infrastruktur von ABB in 14 europäischen und nordamerikanischen Ländern. Dies schließt unter anderem das Mangement von Servern, Betriebssystemen, Netzen und PCs sowie die jeweiligen Helpdesks ein. 510 ITler von ABB hatte IBM bereits zuvor übernommen, weitere 780 werden mehrheitlich im kommenden September transferiert. ABB behält noch ein kleines Team inhouse, dass die Zusammenarbeit überwachen und koordinieren soll.

Beide Unternehmen kooperieren bereits seit längerem. Sie hatten Ende 2001 erste Verträge über Pilotprojekte in Schweden und Indien im Wert von 600 Millionen Dollar unterzeichnet, sodass das Gesamtvolumen der Abkommen sich auf 1,7 Miliarden Dollar summiert. ABB-Finanzchef Peter Voser erklärte, sein Unternehmen erhoffe sich von der Auslagerung "beträchtliche Kosteneinsparungen", gleichzeitig werde man von der globalen Kompetenz der IBM profitieren. ABB könne sich gleichzeitig stärker auf das industrielle Kerngeschäft konzentrieren. IBM stellt den Schweizern über sein bedarfsorientiertes "On-Demand"-Computing jährliche Einsparungen von wenigestens 50 Millionen Dollar in Aussicht. (tc)