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1265 Mitarbeiter von LG Philips Displays müssen gehen

03.12.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Als Reaktion auf die sinkende Nachfrage und den Preisverfall bei Röhrenbildschirmen will LG Philips Displays das CRT-Bildröhren-Werk in Aachen und die Glasfabrik im britischen Simonstone bis Mitte kommenden Jahres dicht machen. Wie das Joint Venture zwischen dem niederländischen Philips-Konzern und der südkoreanischen LG Electronics bekannt gab, werden dabei in Aachen rund 1000 der insgesamt 1600 Mitarbeiter auf die Straße gesetzt. In Simonstone verlieren alle 265 Beschäftigte ihren Job. Zusätzlich erwägt das Gemeinschaftsunternehmen, an zwei weiteren Standorten in Europa begrenzte Stellenstreichungen vorzunehmen. Weltweit beschäftigt der Hersteller rund 30.000 Mitarbeiter.

Nach Ansicht von LG Philips Displays wird der Marktanteil für Röhrenbildschirme und -fernseher trotz wachsendem Display-Markt in den nächsten Jahren bestenfalls stagnieren. Gleichzeitig werde sich der Preisverfall weiter fortsetzen. Dadurch sei das Unternehmen gezwungen, Maßnahmen zur Produktionssteigerung und Kostensenkung voranzutreiben.

Während das Geschäft mit Röhrenmonitoren schwächelt, steigt die Nachfrage nach Flachbildschirmen und -Fernsehern rapide an. So plant das Schwesterunternehmen LG Philips LCD, bis Ende kommenden Jahres fast 2,5 Milliarden Dollar in den Ausbau seiner LCD-Panel-Fertigung zu investieren (Computerwoche online berichtete). (mb)