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Yahoo kehrt in Gewinnzone zurück

16.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Internet-Portal Yahoo konnte das vergangene Jahr mit einem glänzenden Schlussquartal abschließen: Das Unternehmen schrieb mit einen Nettogewinn von 46,2 Millionen Dollar oder acht Cent pro Aktie das dritte Quartalsplus in Folge und übertraf dabei die Durchschnittserwartung der Analsten um zwei Cent je Anteil . Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum hatte Yahoo noch ein Defizit von 8,7 Millionen Dollar oder zwei Cent pro Aktie verbucht. Die Einnahmen kletterten im Jahresvergleich von 188,9 Millionen auf 285,8 Millionen Dollar. Hauptgrund für die guten Zahlen ist die geglückte Strategie des Unternehmens, sich mit Hilfe von gebührenpflichtigen Angeboten von den Werbeeinnahmen unabhängig zu machen. Gemeinsam mit den Internet-Zugangsgebühren brachten die Bezahldienste Yahoo im Schlussquartal 2002 89,4 Millionen Dollar Umsatz ein - nach lediglich 40,7 Millionen Dollar ein Jahr zuvor.

Zusätzlich kletterten die Werbeeinnahmen um 31 Prozent auf 177,5 Millionen Dollar, die Erlöse aus E-Commerce-Aktivitäten wuchsen um 45 Prozent auf 19 Millionen Dollar.

Im Gesamtjahr 2002 erwirtschaftete Yahoo 953,1 Millionen Dollar Umsatz - ein Drittel mehr als im Vorjahr (717,4 Millionen Dollar). Nach einem Nettofehlbetrag von 92,8 Millionen Dollar erreichten die Kalifornier 2002 ein Plus von 106,9 Millionen Dollar oder 18 Cent pro Aktie.

Ausgehend von dieser Basis kann CEO Terry Semel positiv in die Zukunft blicken. Der Yahoo-Chef rechnet nun im laufenden Geschäftsjahr mit Einnahmen zwischen 1,145 und 1,215 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn soll im Bereich von 295 bis 330 Millionen Dollar liegen. In dieser Planung ist die Übernahme von Inktomi (Computerwoche online berichtete) noch nicht einmal enthalten.

Trotz der guten Ergebnisse und des optimistischen Ausblicks verbuchte die Yahoo-Aktie am gestrigen Mittwoch allerdings einen Kursverlust von rund sechs Prozent. Als Grund dafür sehen Analysten die hohen Erwartungen der Investoren, die bereits in dem Kurs der vergangenen Monate eingepreist worden waren. (mb)