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Verluste bei Toshiba und Fujitsu

26.05.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – Mit Toshiba und Fujitsu sind zwei der größten japanischen Elektronikunternehmen in die roten Zahlen gefallen. Toshiba mußte für das vergangene Geschäftsjahr (Ende: 31. März) einen Verlust von 113 Millionen Dollar melden, nachdem im Jahr zuvor noch 60 Millionen Dollar Gewinn eingefahren werden konnten. Innerhalb der laufenden zwölf Monate will Toshiba eigenen Angeben zufolge jedoch den Spieß umdrehen und rund 250 Millionen Dollar Profit erwirtschaften. In den vergangenen 23 Jahren konnte das Unternehmen durchgehend schwarze Zahlen schreiben.

Ebenfalls am 31. März endete das Geschäftsjahr von Fujitsu, und erstmals seit fünf Jahren fiel auch hier das Betriebsergebnis in die Verlustzone. Knapp 112 Millionen Dollar fehlten unter dem Strich in der Kasse, im letzten Jahr bilanzierte der Konzern noch einen Gewinn von 45 Millionen Dollar. Die Parallele zu Toshiba: Im laufenden Jahr sollen bei Fujitsu hohe Profite erzielt werden.

Beide Unternehmen bezeichneten den Preisverfall bei Halbleitern als Hauptgrund für ihre Geschäftseinbrüche und nannten insbesondere den Einbruch im Markt für 64-Bit-DRAM-Speicherbausteine. Ferner hätten sich die Erlöse für Flachbildschirme (LCDs) nicht zufriedenstellend entwickelt. Erschwerend kämen Aufwendungen für Umstrukturierungsmaßnahmen und unvorhergesehene steuerliche Mehrbelastungen hinzu. Die gesunkene Investitionsbereitschaft auf dem heimischen Markt trage ein übriges zu den schlechten Ergebnissen bei.