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Verbesserte Supraleiter aus Augsburg

14.09.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Einer deutsch-niederländischen Forschergruppe am Institut für Physik der Universität in Augsburg ist es gelungen, die Stromtragfähigkeit von Hochtemperatur-Supraleitern (HTS) wesentlich zu verbessern. Supraleiter transportieren elektrischen Strom verlustfrei - gängige Kupferkabel absorbieren bis zu 15 Prozent des transportierten Stroms.

Durch die Optimierung der elektronischen Eigenschaften innerhalb von HTS-Kabeln lässt sich Insidern zufolge nun eine Stromdichte erreichen, die den rentablen Einsatz entsprechender Produkte in vielen Anwendungsbereichen erwarten lässt. So könnten damit beispielsweise Hochgeschwindigkeits-Züge, die sich auf elektromagnetischen Kissen bewegen, realisiert werden. Denn sie rückten damit aus dem "utopischen in den machbaren Preisbereich", prognostiziert David Larbalestier, Physiker an der Universität in Wisconsin.

Erste konkrete technologische Neuerungen auf Basis der neuen Supraleiter seien jedoch erst in frühestens fünf Jahren zu erwarten.