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VA Linux melkt den Goldesel

10.12.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-Anbieter VA Linux Systems Inc. hat bei seinem Börsengang gestern einen neuen Rekord für den höchsten Zuwachs am ersten Handelstag aufgestellt. Nachdem die Company 4,4 Millionen Aktien zu 30 Dollar das Stück (ursprünglich waren elf bis 13 Dollar angesetzt gewesen) emittiert hatte und damit 132 Millionen Dollar verdient hatte, schloß die Aktie nach einem Höhenflug bis hinauf auf 320 Dollar zum Fixing mit 239,5 Dollar und damit um 698 Prozent über dem Ausgabepreis.

Das 1995 gegründete Unternehmen baut Intel-basierte Computer aus Komponenten zusammen, die vom Open-Source-Unix Linux möglichst gut unterstützt werden. Das Portfolio reicht vom Celeron-Desktop bis zum Server-Cluster, dazu kommen noch Support und Software-Services. Bislang hat VA Linux, das unter anderem Anschubfinanzierung von Intel und Sequoia Capital erhielt, noch keine müde Mark verdient. Im abgelaufenen Geschäftsjahr (Ende: 31. Juli) mußte die Firma bei 17,7 Millionen Dollar Umsatz ein Minus von 14,5 Millionen ausweisen. Für das gerade abgeschlossene Quartal meldete VA Linux Einnahmen von 14,9 Millionen und einen Nettoverlust von 10,2 Millionen Dollar.