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US-Labors gehen neue Supercomputing-Wege

21.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Ganz neue Wege beim Supercomputing beschreiten zwei wichtige US-Labors. Das Lawrence Livermore National Laboratory arbeitet bei der Entwicklung eines neuen Systems mit Startups aus dem Silicon Valley zusammen. Die Maschine besteht aus Standardkomponenten und verwendet extrem schnelle Storage-Hardware von BlueArc. Interessantestes Feature des geplanten Numbercrunchers aber ist ein radikales neues Filesystem namens "Lustre" (Wortspiel auf Linux und Cluster), das in einem Open-Source-Prozess entwickelt wird und das Speichern und Durchsuchen riesiger Datenbestände deutlich effektiver erledigen soll als bisherige Verfahren. Dieses wird auf einem Linux-Cluster mit 700 Nodes à zwei Pentium-4-CPUs aufgesetzt (dafür läuft eine Ausschreibung); dazu kommen 64 Arrays von BlueArc mit je 24 Festplatten.

Derweil hat das Los Alamos National Laboratory am vergangenen Freitag ein neues System vorgeführt, das aus 240 Blade-Servern des Spezialanbieters RLX mit Transmeta-Prozessoren besteht. "Green Destiny" passt in ein einziges Rack und verbraucht weit weniger Energie als vergleichbare Maschinen. Gleichzeitig sei der Kühlungsbedarf und Wartungsaufwand deutlicher geringer als bei üblicher Hardware, erklärte der Projektleiter Wu-Chun Feng. Ein kleineres Vorläufersystem sei neun Monate lang ohne Fehler durchgelaufen. Weitere Details des Projekts finden sich in einem White Paper Fengs. (tc)