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Transmeta kauft AMD-Lizenzen

25.05.2001
Transmeta hat zwei Chip-Technologien vom US-Halbleiterkonzern AMD in Lizenz genommen. Der Hersteller des Stromsparchips "Crusoe" wird aller Voraussicht nach zunächst AMDs Bustechnik "Hypertransport" in seinen Prozessoren verwenden.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Transmeta hat zwei Chip-Technologien vom US-Halbleiterkonzern AMD in Lizenz genommen. Der Hersteller des Stromsparchips "Crusoe" wird aller Voraussicht nach zunächst AMDs Bustechnik "Hypertransport" in seinen Prozessoren verwenden, die den gängigen PCI-Bus ersetzt, der für den Datenaustausch zwischen der CPU und anderen Teilen des Computers zuständig ist. Hypertransport sorgt für eine schnellere Datenübertragung. Eine Reihe von Branchenschwergewichten hat bereits angekündigt, den neuen AMD-Bus in künftigen Produkten einzusetzen. Dazu gehören Broadcom, Cisco Systems, Nvidia sowie Sun Microsystems.

Zudem hat Transmeta die Rechte an AMDs "x86-64"-Architektur erworben, die statt der bisher 32 Bit großen Datenpakete eine 64-Bit-Datenverarbeitung ermöglicht. AMD zufolge wird hierbei die x86-Prozessor-Architektur zwar auf eine 64-Bit-Kapazität erweitert, sie bleibt jedoch weiterhin kompatibel mit 32-Bit-Applikationen.

Wann Transmeta erste Produkte mit den AMD-Technologien herausbringt, ist noch unklar. "Wir haben die Lizenzen erworben, um sie zu verwenden, wenn wir es für richtig halten," erklärte Chief Technology Officer David Ditzel. Finanzielle Details über das Lizenzabkommen wurden nicht veröffentlicht.