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Studie: SAP-Upgrades sind teuer

27.04.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Bostoner Marktforschungsinstitut AMR Research hat in seiner aktuellen Studie "Getting to the Promised Land: The Cost of Upgrading R/3" ermittelt, dass die Kosten für Vorbereitung und Implementierung eines Upgrades der betriebswirtschaftlichen Standardsoftware von SAP zwischen einem Viertel und einem Drittel der ursprünglichen Investition liegen - und die kostet bei Großkunden leicht mehr als zehn Millionen Dollar. Firmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern zahlen im Schnitt 4,5 Millionen Dollar für ein Upgrade, so die Auguren. Die Kosten resultieren laut AMR größtenteils aus Geschäfts- und Versionsfaktoren sowie aus Kompromissen, die bei der ursprünglichen Implementierung eingegangen wurden.

Viele bestehende Kunden (im Rahmen der Studie wurden 60 Unternehmen von Mittelständlern bis Großkonzernen sowie zwölf Systemintegratoren befragt) betrachten SAPs neue Internet-Software "Mysap.com" übrigens als komplett neue Lizenz und nicht als Upgrade. Die meisten wollen zunächst auf R/3 Release 4.6b umsteigen. 20 Prozent von SAPs Großkunden und 30 Prozent aller Mittelständler wollen laut AMR in diesem Jahr ihre SAP-Systeme auf einen neueren Stand bringen.

AMR-Analyst David Boulanger rät allen Unternehmen angesichts der hohen Kosten zu prüfen, ob ein SAP-Upgrade mit den übrigen IT-Vorhaben zusammen passe. "Finanzchefs müssen die Upgrade-Kosten prüfen und mit konkurrierenden Bedürfnissen abgleichen", so Boulanger. Unter Umständen müssten die IT-Budgets neu erstellt werden, um allen Anforderungen gerecht zu werden.