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SCO verliert einen Verwaltungsrat

25.11.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Unix-Anbieter SCO Group, derzeit verstrickt in Copyright-Klagen mit IBM, Red Hat und Novell, gab gestern das Ausscheiden von Thomas Raimondi aus seinem Biard of Directors bekannt. Raimondi, der dem Gremium seit 1999 angehörte, will sich demnach wieder verstärkt um seine eigene Company kümmern. Er ist hauptberuflich Chairman, CEO und President des Storage-Systemintegrators MTI Technology.

MTI hatte wie viele Player im Speichermarkt in den letzten Jahren zu kämpfen. Die Einnahmen der Firma gingen von 227 Millionen Dollar im Fiskaljahr 2000 auf nur noch 83,2 Millionen Dollar für 2004 (Ende jeweils im April) zurück. Nachdem MTI seit 2001 rote Zahlen geschrieben hatte, konzentriert es sich seit März 2003 auf den Wiederverkauf von EMC-Hardware und hat sich allmählich in die Gewinnzone zurückgearbeitet.

Zufällig sitzt SCO-Chairman Ralph Yarro wiederum im Verwaltungsrat von MTI. Er erklärte, SCO werde zunächst mit einem achtköpfigen Board weiterarbeiten. Die Suche nach einem neuen neunten Mann hat bereits begonnen, er soll auf der Hauptversammlung im kommenden Jahr gewählt werden. (tc)