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Schweden vergibt vier UMTS-Lizenzen

17.04.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das schwedische Ministerium für Post und Telekommunikation (PTS) begutachtet ab Mai die Bewerbungen für die insgesamt vier Lizenzen des kommenden Mobilfunkstandards UMTS (Universal Mobile Telecommunication System), die die Behörde im kommenden November vergeben wird. Zwei davon sollen zusätzlich die Erlaubnis erhalten, GSM-Dienste anzubieten. Ursprünglich sollten fünf Lizenzen verteilt werden. Derzeit gibt es in Schweden drei Netzanbieter für den aktuellen GSM-Standard.

Das PTS wird die Lizenzen - anders als in Großbritannien, wo die laufende Versteigerung wohl einen zweistelligen Milliardenbetrag (Dollar) in die Kassen der Regierung spülen dürfte - nach speziellen Beurteilungskriterien vergeben. Im Vergleich mit den finnischen Nachbarn ist man jedoch spät dran - dort wurden bereits im Mai 1999 vier UMTS-Lizenzen erteilt. Allerdings dürfte der neue Mobilfunkstandard (oft auch als "G3" bezeichnet) in Europa kommerziell kaum vor dem Jahr 2002 starten. Das weltweit erste G3-Netz will die japanische NTT Docomo im Mai 2001 in Betrieb nehmen.