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Schlechte Noten für Firmen-Web-Sites

02.11.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Web-Sites von Großunternehmen weisen durchschnittlich einen nicht funktionierenden Link je dreieinhalb Seiten sowie 12,6 Kodierungsfehler je Seite auf. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Parasoft, einem Anbieter von Programmierungs-Tools. Die Company untersuchte 95 der 100 größten Konzerne weltweit und vergab die schlechtesten Noten an die Automobilindustrie, Apotheken und Drogerien, Gemischtwarenhändler sowie an Computer- und Büromaterialhersteller. Auf den Websites der Computerhersteller, darunter IBM und Compaq, seien im Durchschnitt ein nicht funktionierender Link alle drei Seiten sowie knapp 20 Kodierungsfehler pro Seite zu finden. Arthur Hicken, Executive Vice President von Parasoft, begründete das klägliche Abschneiden dieser Hersteller mit der Tatsache, daß ihre Web-Sites im Schnitt mehr als 20 000 Einzelseiten beinhalten - knapp zweimal soviel wie der

Web-Auftritt der nächst größten Gruppe: Elektronikkonzerne. Am fehlerhaftesten sind die Seiten, auf denen es um Investor Relations und Unternehmensmeldungen geht. Hier seien am meisten falsche Kodierungen sowie Rechtschreibfehler zu finden. Ein weiterer Grund für die hohe Fehlerquote liegt nach Ansicht von Hicken daran, daß zu viele Mitarbeiter an den Websites arbeiten. Darunter leide die Einheitlichkeit.

Dem Marktforschungsunternehmen Zona Research zufolge verlieren E-Commerce-Unternehmen mehr als 58 Millionen Dollar pro Monat durch Kunden, die aus Frustration über nicht funktionierende Websites keine Transaktionen mehr tätigen beziehungsweise dem Unternehmen komplett den Rücken zukehren.