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SAP macht weniger Gewinn

20.07.1999

Nach den unerwartet schlechten Ertragszahlen für das Geschäftsjahr 1998 muß die deutsche Softwareschmiede SAP AG für das erste Halbjahr 1999 rückläufige Gewinne melden. Bei einem um 17 Prozent auf 4,58 Milliarden Mark gestiegenen Umsatz sank der Gewinn vor Ertragssteuern um fünf Prozent auf 821 Millionen Mark. Für das zweite Quartal 1999 verbucht der Walldorfer Konzern eine Umsatzsteigerung um 13 Prozent auf 2,46 Milliarden Mark von 2,18 Milliarden Mark im vergangenen Jahr. Der Vorsteuergewinn fiel mit 277,73 Millionen Mark um sieben Prozent niedriger aus im Vergleichszeitraum des Vorjahres (297,29 Millionen Mark).

Insbesondere der asiatisch-pazifische Wirtschaftsraum scheint dem Unternehmen noch Probleme zu bereiten. Dort stiegen die Umsätze im ersten Halbjahr um magere fünf Prozent. In der Region Amerika verbuchte der Anbieter elf Prozent mehr Einnahmen als ein Jahr zuvor. Einzig in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) fiel das Umsatzplus mit 25 Prozent (2255 Millionen Mark) nach Darstellung des Herstellers "erfreulich" aus.

An der deutschen Börse zeigten sich Anleger mit den Ergebnissen weniger zufrieden. Das SAP-Papier geriet bei vergleichsweise niedrigen Umsätzen stark unter Druck und büßte zum Teil um bis zu 4,5 Prozent an Wert ein. Die Walldorfer hatten bereits Anfang des Jahres mit enttäuschenden Ertragszahlen für 1998 für schlechte Stimmung an der Börse gesorgt. Trotz eines Umsatzzuwachses von 40 Prozent auf 8,4 Milliarden Mark schrumpfte das Vorsteuerergebnis von den versprochenen 30 bis 35 Prozent auf 15 Prozent beziehungsweise 1,4 Milliarden Mark zusammen.