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Samsung mit neuem Rekordgewinn

16.04.2004

Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung verzeichnete im ersten Quartal 2004 einen deutlichen Umsatz- und Gewinnsprung: Wie das Unternehmen aus Seoul bekannt gab, kletterte der Nettoprofit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 178 Prozent auf 3,14 Billionen Won (rund 2,26 Milliarden Euro). Die Einnahmen legten um rund 50 Prozent auf 14,41 Billionen Won (10,37 Milliarden Euro) zu.

Die Südkoreaner profitierten dabei vor allem von den steigenden Chippreisen und der boomenden Nachfrage nach Mobiltelefonen und Flachbildschirmen. Insbesondere Samsungs Erfolge im Handy-Geschäft zeigen, an wen Konkurrent Nokia einen Teil seiner Einnahmen und Marktanteile verloren hat (Computerwoche.de berichtete). Im ersten Vierteljahr verkaufte der drittgrößte Handy-Hersteller nach Nokia und Motorola 20,1 Millionen Mobiltelefone, das entspricht nach eigenen Schätzungen einem weltweiten Marktanteil von 14 Prozent. Damit verbunden war ein Umsatzwachstum um 23 Prozent auf 4,85 Billionen Won (rund 3,5 Milliarden Euro) im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das operative Ergebnis stieg um 72,4 Prozent auf 1,26 Billionen Won (etwa 906 Millionen Euro).

Samsungs Erfolgsrezept ist es nach Ansicht von Analysten, auf die schnell wechselnden Geschmäcker der Kunden zu reagieren und Handys mit neuen Features und Designs auf den Markt zu bringen. Mit Klapp-Handys und Geräten mit Mega-Pixel-Kamera trifft der Konzern Nokia im margenträchtigen Highend-Segment.

Als weiteres stabiles Standbein erwies sich Samsungs Chipsparte, die im Berichtsquartal einen Umsatz von 4,12 Billionen Won (zirka 2,93 Milliarden Euro) erwirtschaftete. Die Einnahmen der LCD-Sparte betrugen 2,37 Billionen Won (etwa 1,7 Milliarden Euro).

Für das laufende zweite Quartal ist der südkoreanische Konzern weiterhin optimistisch, wenngleich die Preise für DRAMs und Flachbildschirme eventuell wieder sinken könnten. (mb)