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Rambus-CEO tritt nach 15 Jahren zurück

13.01.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Beim kalifornischen Chip-Designer Rambus dreht sich das Personalkarussell: Wie das Unternehmen aus San Jose bekannt gab, hat Geoff Tate nach knapp 15 Jahren seinen Posten als CEO niedergelegt. Nachfolger wird der langjährige Intel-Manager Harold Hughes, der bereits einen Sitz im Rambus-Board innehatte. Zuletzt arbeitet Hughes als Chairman und CEO bei Pandesic LLC, einem 1997 gegründeten (und 2000 wieder geschlossenen) Joint-Venture von Intel und SAP America. Tate selbst will Rambus weiterhin als Chairman beratend zur Seite stehen.

"Mit dem Wechsel richten wir die Company für die nächste Wachstumsphase aus", erklärte der scheidende CEO in einer Stellungnahme. Hughes enormes Maß an Energie und Industrieerfahrung werde Rambus dabei helfen, die nächste Stufe zu erreichen.

Details will der Chipdesigner am kommenden Dienstag zusammen mit den Zahlen für das Schlussquartal 2004 bekannt geben. Im dritten Quartal hatte die Company ihren Nettogewinn gegenüber dem Vorjahr um mehr als 100 Prozent auf 10,4 Millionen Dollar gesteigert.

Noch höhere Ertragssprünge sind möglich, wenn Rambus die laufende Kartellklage gegen Konkurrenten wie Micron Technology, Infineon oder Hynix gewinnt. Weil sich die Hersteller angeblich verschworen haben, um die Verbreitung von Rambus' Speicherchip-Technik zu verhindern, fordern die Kalifornier mehr als eine Milliarde Dollar Schadensersatz. (mb)