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Räumungsverkauf bei Commerce One

01.10.2004

Der E-Procurement-Anbieter Commerce One bereitet sich auf seine Abwicklung vor. Wie das Unternehmen aus San Francisco am Mittwoch bekannt gab, hat es mit den beiden Hauptgläubigern Comvest Investment Partners und DCC Ventures eine unverbindliche Absichtserklärung über den Verkauf seiner SRM-Sparte (Supplier Relationship Management) und anderer Vermögenswerte unterzeichnet. Die Details des endgültigen Vertrags, einschließlich des Kaufpreises, würden nach dem geplanten Antrag auf Gläubigerschutz nach Paragraph 11 verhandelt, teilte Commerce One mit. Ein Termin stehe noch nicht fest.

"Wir sind zuversichtlich, dass die SRM-Sparte unter dem Dach von Comvest and DCC weitergeführt wird", erklärte Mark Hoffman, President und CEO des E-Commerce-Pioniers. Ebenfalls zu den Investment-Firmen wechselt "Conductor", eine Integrationsplattform für die Verwaltung von Geschäftsprozessen. Trotz des geplanten Verkaufs würden die liquiden Mittel nicht ausreichen, um Gläubiger oder Aktionäre abzufinden, teilte Commerce One mit.

Die endgültige Bankrotterklärung des zehn Jahre alten Unternehmens ist nur noch eine Frage der Zeit. Commerce One hatte Ende vergangener Woche in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC erklärte, dass sich nur noch 700.000 Dollar in der Kasse befänden und die Betriebskosten die Umsätze bei weitem überstiegen (Computerwoche.de berichtete). (mb)