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PwC erwägt Verkauf der Business-Process-Einheit

09.04.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC) trägt sich offenbar mit dem Gedanken, seine Business-Process-Einheit zu verkaufen. Die US-Company hat die Investment-Bank Morgan Stanley damit beauftragt, die Optionen zu prüfen. Das berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Die Business-Process-Abteilung von PwC übernimmt Personal-, Buchhaltungs- und andere Verwaltungsaufgaben für andere Unternehmen. Im vergangenen Jahr beliefen sich die Einnahmen in dieser Einheit auf 218 Millionen Dollar, ein Jahr zuvor waren es 82 Millionen Dollar.

PwC steht wie andere Wirtschaftsprüfer unter dem Druck der US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission), sich von ihren Beratungs- und Dienstleistungssparten zu trennen. Auf diese Weise sollen Interessenskonflikte verhindert werden. PwC hatte bereits vor einiger Zeit angekündigt, einige seiner Geschäftsbereiche wie die Outsourcing-Abteilung und die Consulting-Division veräußern zu wollen. Ende vergangenen Jahres war der Verkauf seiner Beratungssparte an den IT-Konzern Hewlett-Packard jedoch gescheitert (Computerwoche online berichtete).