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Oracle streicht 5000 Stellen

16.01.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach der Übernahme des Konkurrenten Peoplesoft will der US-Softwarekonzern Oracle die Beschäftigtenzahl des fusionierten Unternehmens um etwa neun Prozent auf 50.000 reduzieren. Die ersten Betroffenen bei den beiden Herstellern von Unternehmenssoftware seien bereits am Freitag benachrichtigt worden, teilte der Oracleam Freitag mit. Ein Großteil der Stellen solle binnen zehn Tagen wegfallen. "Die PeopleSoft-Integration läuft nach Plan", hieß es.

Nach einer 18-monatigen teils turbulenten Übernahmeschlacht hatten sich die beiden Wettbewerber Ende vorigen Jahres auf das mehrfach aufgestockte Angebot von Oracle verständigt. Oracle hatte die Übernahme vor gut einer Woche abgeschlossen. Der Datenbankriese aus Redwood Shores, Kalifornien, verleibte sich seinen Wettbewerber für insgesamt 10,3 Milliarden Dollar ein. Oracle ist nun im Bereich Unternehmenssoftware weltweit die Nummer zwei hinter der SAP AG, Walldorf.

Oracle erklärte, mehr als 90 Prozent der Beschäftigten der Peoplesoft-Bereiche Produktentwicklung und -betreuung behalten zu wollen. Detaillierte Informationen zu Anwendungen, Produktplänen und Strategien will Oracle am Dienstag, den 18. Januar im Rahmen eines Webcasts bekannt geben. (dpa/tc)