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Novell droht Ärger mit der Börse

21.09.2006
Weil der jüngste Quartalsbericht immer noch nicht eingereicht wurde, macht die Nasdaq Druck. Auch eine Gläubigerbank hat dem Unternehmen gedroht.

Novell steckt derzeit - wie viele andere IT-Anbieter in den USA auch - mächtig in der Klemme: Wegen einer laufenden internen Untersuchung der Vergabepraxis von Aktienoptionen wurde der jüngste Bericht zum dritten Fiskalquartal nicht fristgerecht bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Dies wiederum führte nun dazu, dass die Nasdaq der Softwarefirma drohte, die Aktie vom Kurszettel zu streichen. Novell hat daher eine Anhörung vor dem Listing-Ausschuss der Börse beantragt, wodurch sich die Frist verlängert.

Zudem bekam das Unternehmen Post von der Wells Fargo Bank, die über eine Wandelschuldverschreibung von Novell bis 2024 in Höhe von 600 Millionen Dollar verfügt. Der Finanzdienstleister räumte dem Softwarehaus eine Frist von 60 Tagen ein, um die Unterlagen nachzureichen. Novell gab an, über ausreichende finanzielle Reserven zu verfügen, um die Forderungen gegebenenfalls zu bedienen. (ajf)