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Neuer Geschäftsführer bei Telefónica Deutschland

25.09.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der aus der Fusion von Highwayone und Mediaways entstandene Datennetzbetreiber Telefónica Deutschland GmbH, eine Tochter des spanischen TK-Konzerns Telefónica, steht unter der neuen Führung von CEO (Chief Executive Officer) Andreas Bodczek, der sich bereits seit dem Frühjahr als COO (Chief Operating Officer) um das operative Geschäft des Unternehmens gekümmert hatte. Bodczek wird damit Nachfolger von Conrado de Miranda, der zum spanischen Mutterkonzern zurückkehrt, nachdem die Fusion der deutschen Töchter und Einführung der neuen Marke als erfolgreich abgeschlossen betrachtet werden. In Spanien werde de Miranda sich bei der Konzernmutter "neuen Herausforderungen im Telekommunikationssektor zuwenden", heißt es in einer Unternehmensmitteilung.

Die könnte es jede Menge geben, denn gestern schockte Telefónica die Märkte mit der Nachricht vom unerwarteten Rücktritt von COO und Sanierer Fernando Abril-Martorell, dessen Aufgaben nun Executive Chairman Cesar Alierta übernimmt. Abril-Martorell nimmt ausgerechnet kurz vor der jährlichen Investorenkonferenz des Konzerns seinen Hut. "Abril kam bei Anlegern gut an als der Mann, der einen Großteil der Restrukturierungsstrategie entworfen hatte, und er war der sichtbare Teil der Gruppe", erklärte etwa Commerzbank-Analyst Alfredo Tennenbaum. Amtsnachfolger Alierta gilt demgegenüber laut "Wall Street Journal" als eher öffentlichkeitsscheu. Er rede langsam und zögernd und spreche außerdem schlechtes, stark akzentbehaftetes Englisch. (tc)