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Nemetschek baut weiter ab

11.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Münchner Nemetschek AG will aufgrund der anhaltenden Flaute im Bausektor über 100 Mitarbeiter entlassen. Zum Jahreswechsel beschäftigte der IT-Dienstleister und Softwareanbieter für die Baubranche noch rund 1000 Angestellte. Mit dem Stellenabbau zündet das defizitäre Unternehmen die zweite Stufe seines Mitte vergangenen Jahres begonnenen Restrukturierungsprogramms. Ziel der Maßnahmen ist es, die Betriebskosten über alle Bereiche hinweg deutlich senken. Aufgrund der anfallenden Restrukturierungskosten erwartet Nemetschek allerdings erst im Geschäftsjahr 2003 eine spürbare Entlastung. Der Vorstand ist jedoch zuversichtlich, im nächsten Jahr wieder in die Gewinnzone zurückzukehren, selbst wenn der Umsatz auf dem diesjährigen Niveau bleiben sollte.

Obwohl die Einnahmen im ersten Quartal 2002 noch innerhalb der eigenen Prognosen lagen (Computerwoche online berichtete) befürchtet das Unternehmen nun, dass der Umsatz im Gesamtjahr wegen der schlechten Baukonjunktur unter Plan liegen wird: Statt der anvisierten Einnahmen von 120 Millionen Euro rechnet Nemetschek nur noch mit 105 bis 110 Millionen Euro. Beim Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) soll anstelle eines Gewinns von fünf Millionen Euro voraussichtlich nur eine Null erreicht werden. (mb)