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Monti will überhöhten Roaming-Gebühren zu Leibe rücken

27.02.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der für Wettbewerbsangelegenheiten zuständige EU-Kommissar Mario Monti hat in einer Rede in Madrid angekündigt, bereits in diesem Jahr massiv gegen überzogene Mobilfunk-Roaming-Gebühren auf dem Gebiet der Gemeinschaft vorgehen zu wollen. Die diesbezüglichen Ermittlungen sollten noch heuer zu Ergebnissen führen. Im vergangenen Juli hatten Ermittler der Kommission Razzien in den Zentralen britischer (Vodafone, Orange, One2One, BT Cellnet) und deutscher Mobilfunk-Carrier (T-Mobil, E-Plus) veranstaltet, um entsprechendes Beweismaterial sicher zu stellen (Computerwoche online berichtete).

Auch weitere Telecom-Themen stehen ganz weit oben auf Montis Prioritätenliste. Noch vor Jahresende werde die Kommission entscheiden, mit welchen konkreten Maßnahmen sie die Entbündelung der so genannten "letzten Meile" forcieren wolle. Auch in Sachen Call-Termination-Gebühren (diese zahlen Festnetz- an Mobilfunkbetreiber, um ein Gespräch abzuschließen) sollen noch vor dem Sommer "konkrete Schritte" eingeleitet werden, erklärte der Wettbewerbskommissar. (tc)