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Manugistics sinkt tiefer ins Minus

28.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die US-Softwareschmiede Manugistics verbuchte im ersten Geschäftsquartal 2003 (Ende: 31.Mai) wie befürchtet erneut einen hohen Verlust. Das Nettodefizit stieg gegenüber dem Vorjahresquartal von 23,4 Millionen auf 27,1 Millionen Dollar. Auf operativer Basis wies der SCM-Spezialist (Supply-Chain-Management) ein Minus von 18,4 Millionen Dollar aus und übertraf damit das obere Ende seiner Prognose (Computerwoche online berichtete). Mit 74,6 Millionen Dollar fielen allerdings auch die Einnahmen höher als erwartet aus. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verschlechterte sich Manugistics jedoch um 19 Prozent. Der Umsatz im Bereich Softwarelizenzen sank dabei sogar um 46 Prozent auf 24,5 Millionen Dollar, während die Serviceeinnahmen mit 26,7 Millionen Dollar nahezu gleich bleiben.

Das Unternehmen aus Rockville, Maryland, hat seit Anfang Juni nach eigenen Angaben einen drastischen Sparkurs eingeschlagen. Ziel ist, die Betriebskosten in den nächsten zwölf Monaten um über 40 Millionen Dollar zu senken. Dazu plant Manugistics unter anderem, zwölf Prozent seiner Belegschaft oder 180 Mitarbeiter zu entlassen. Außerdem verordnet das Softwarehaus seinen US-Mitarbeitern in der kommenden Woche eine Zwangspause (Computerwoche online berichtete). (mb)