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Lotus wickelt die E-Suite ab

10.09.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die IBM-Tochter Lotus Development hat Gerüchte bestätigt, wonach ihre Büroanwendung "E-Suite" nicht mehr weiterentwickelt werden soll. Ferner will die Firma aus Cambridge, Massachusetts, alle Marketing-Aktivitäten rund um das Produkt einstellen. Das Java-basierte Softwarepaket war Anfang des vergangenen Jahres vorgestellt worden und sollte vornehmlich auf Network-Computern (NCs) zum Einsatz kommen. Die E-Suite umfaßt neben einem E-Mail-Client unter anderem auch Werkzeuge zur Textverarbeitung und Präsentation, einen Kalender sowie ein Adreßbuch.

Lotus-Sprecher Paul LaBelle gab zu, daß sich die Absatzzahlen des Büropakets nicht wie erhofft entwickelt hätten. Die "handvoll Kunden", so LaBelle, sollen nach Angaben des Unternehmens noch bis Januar 2001 Support erhalten. Trotzdem will Lotus im Oktober noch die Version 2.0 der E-Suite auf den Markt bringen. Von den rund 200 Mitarbeitern, die für das Produkt abgestellt sind, sollen 50 im Support-Bereich bleiben. Der Rest werde neue Positionen entweder bei Lotus oder bei IBM einnehmen. Entlassungen soll es nach Aussage des Sprechers nicht geben.