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KPNQwest überrascht Analysten

30.10.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Gestiegene Nachfrage und eine geschwächte Konkurrenz ermöglichten es dem paneuropäischen Carrier KPNQwest, im dritten Quartal erneut ein positives Ebitda-Ergebnis von 2,7 Millionen Euro auszuweisen. Die Analysten hatten im Schnitt mit einem kleinen Verlust gerechnet. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres erwirtschafteten die Niederländer noch ein Minus von 31,2 Millionen Euro. Als Nettoergebnis verbuchte KPNQwest allerdings einen Verlust von 60,5 Millionen Euro oder dreizehn Cent pro Aktie, verglichen mit einem Fehlbetrag in Höhe von 23,9 Millionen Euro oder fünf Cent je Anteil vor einem Jahr. Der Umsatz stieg um 49 Prozent von 132,7 Millionen auf 197,6 Millionen Euro. Dabei verzeichnete der Konzern im Bereich Kommunikationsdienste gegenüber dem Vergleichszeitraum einen Zuwachs von 64,6 Prozent. Die Umsätze der Servicesparte kletterten von 118,8 Millionen auf 195,6 Millionen Euro. Im

Bereich Infrastruktur gingen die Einnahmen jedoch von 13,9 Millionen auf zwei Millionen Euro zurück.

Nach dem guten Abschneiden rechnet der Carrier für das Gesamtjahr 2001 mit Einnahmen in Höhe von 800 Millionen Euro und einem positiven Ebitda-Ergebnis. Bislang hatte KPNQwest nur einen Jahresumsatz von 780 Millionen Euro erwartet. Die Umsätze des vor kurzem übernommenen Carriers Global Telesystems (GTS) (Computerwoche online berichtete) bereits eingeschlossen, peilt der Konzern im nächsten Jahr Einnahmen in Höhe von 1,3 bis 1,4 Milliarden Euro an. Das Ebitda-Ergebnis soll zwischen 175 und 200 Millionen Euro liegen.